Hilf auch Du! - BLS/AED Kurse SRC


In der Schweiz erleiden jedes Jahr bis zu 8'000 Personen einen Herz-Kreislaufstillstand. Bei über 80% dieser Patienten befindet sich das Herz in den ersten Minuten nach dem Ereignis im sogenannten Kammerflimmern (unnatürliche, ungenügende Herz-aktivität), welches durch frühe Defibrillation mit oftmals gutem Resultat behandelt werden kann.

Gute Resultate können nur mit einer suffizienten Überlebenskette erzielt werden (Abb. unten). Diese setzt sich aus einem raschen Ablauf von frühem Patientenkontakt, frühem Beginn der kardiopulmonalen Reanimation (Basic Life Support BLS / CPR), früher Defibrillation und früher professioneller Reanimation (Advanced Cardiac Life Support ACLS) zusammen (Bernhard, C.; 2006).

 

Abb. 1 Rettungskette (American Heart Association 2010)
Abb. 1 Rettungskette (American Heart Association 2010)

 

Tatsächlich aber überlebten im Jahre 2005 gesamtschweizerisch lediglich 5% der Patienten einen Herz-Kreislaufstillstand. 


Nebst Thorax-Kompressionen (Herzmassage) und Beatmung ist die frühe Defibrillation einer der wichtigsten Eckpfeiler einer erfolgreichen Reanimation. AED-Geräte sind Laiendefibrillatoren und können somit von allen Personen bedient werden. 

Die geographische Verteilung der Bevölkerung, die Standorte der Rettungsdienst-Stützpunkte sowie die Topographie der Region sind Faktoren für die Tatsache, dass nicht jeder Einsatzort gleich schnell erreicht werden kann. Die durchschnittliche Anfahrtszeit zu einem Einsatzort bei dringenden Einsätzen dauert über den ganzen Kanton Bern gesehen rund 13 Minuten. Dies bedeutet, dass nicht alle Patienten innerhalb der kritischen Frist von 3 – 5 Minuten nach Eintreten eines Herz-Kreislauf-Stillstandes durch den Rettungsdienst erreicht werden können. Dies ist jedoch anzustreben, da mit jeder verlorenen Minute die Überlebenschance um bis zu 10% sinkt. 

Entscheidend für das Überleben sind die rasche Alarmierung der professionellen Rettungsdienste (Notrufnummer 144) sowie unverzüglich begonnene und ohne Unterbruch fortgeführte Wiederbelebungsmassnahmen (Rettungskette). 

In den letzten 10 Jahren haben sich in der Schweiz und in vielen Ländern Europas First Responder etabliert und sind vielerorts fester Bestandteil der Rettungskette. Im Kanton Bern sind bereits über 600 Firstresponder aktiv. Die beteiligten Helfer stammen aus verschiedensten Organisationen und Regionen. Die Leiter der regionalen Rettungsdienste des Kantons Bern haben mittels einer Arbeitsgruppe ein Kantonales Firstresponder-Konzept erarbeitet und in Kraft gesetzt. Alle Firstresponder im Kanton Bern werden nach diesem Konzept mittels Grundschulung und Refresherkurse aus und weitergebildet. Somit kann gewährt werden, dass alle Firstresponder den selben Anforderungen genügen und für ihren Einsatz als Firstresponder gut gerüstet sind.